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Elektrochemische Zellen

         Die Pro- Version der Elektrochemischen Zellen für Windows 98-2000, ME+ XP ermöglicht Potentialberechnungen mit Nernst' scher Gleichung sowie die Grafikübernahme der Ergebnisse in die Windows- Zwischenablage.

         Ein Wechsel der Unterrichtsmedien ermöglicht es nicht nur chemische Sachverhalte aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, er bringt auch Leben in den Schulalltag. Im Unterricht der Elektrochemie lassen sich viele eindrucksvolle Versuche als Schüler- oder als Lehrerexperiment durchführen. Ein Softwareeinsatz im Unterricht der Elektrochemie soll diese nicht ersetzen, sondern erweitern oder Grundlagen z.B. für ein Praktikum schaffen. Bei den Elektrochemischen Zellen Pro helfen hierbei neben einer Datenbank zu den Teilreaktionen mit ihren Normalpotentialen ein integrierter Rechner sowie die automatische Kalkulation von Potentialen und Potentialdifferenzen mit oder ohne Einsatz der der Nernst' schen Gleichung.

Abbildung 1:

Das Zentrum der Benutzeroberfläche der Elektrochemischen Zellen Pro bildet die Experimental- Anordnung mit einer Salzbrücke. In die Bechergläser werden die Elektroden mit der Maus hineingezogen. Auf einen Mausklick hin werden die Normalpotentiale und die Potentialdifferenzen berechnet. Durch Drücken der Tasten L-R-O-R-G werden Zusatzinformationen wie Elektronenstromrichtung, Anode Kathode usw. eingeblendet.

Die Grafiken stehen über die Windows- Zwischenablage zum Einbinden in Text- oder Grafikprogramme zur Verfügung. Mit wenigen Mausklicks können so beispielsweise Grafiken für eine Klausur und deren Lösungsblätter mit, oder ohne Rechenergebnisse erstellt werden.

         Die Bedienung der Software ist denkbar einfach. Ähnlich wie im Realexperiment werden Elektroden mit ihren Elektrolyten mit der Maus in eine bereitstehende Versuchsanordnung gezogen. Auf weitere Mausklicks hin werden Anode, Kathode, Elektronenstromrichtung oder die Teilgleichungen für den Oxidations- bzw. Reduktionsvorgang und für die Gesamtgleichung angegeben. In dieser Grundausführung lassen sich Schüleraufgaben stellen. Beispiele hierfür sind:
Versucht die Elemente Cu - Zn - Ag - Fe usw. nach ihren Normalpotentialen zu ordnen! Baut verschiedene galvanische Elemente und messt deren Spannungen. Haben die Alltagsbegriffe "edel" bzw. "unedel" etwas mit der Spannungsreihe zu tun? Wie muss man vorgehen um möglichst hohe Spannungen zu erreichen! Stellt Reaktionsgleichungen für Oxidations- bzw. Reduktionsvorgänge auf!
Abbildung 2:

In der Pro- Version der Elektrochemischen Zellen ist die Nernst'sche Gleichung integriert um Potentiale bei unterschiedlichen Konzentrationen, Temperaturen oder in Abhängigkeit von der Hydronium- Ionenkonzentration zu berechnen.

Wird der Schiebebalken für die pH- Einstellung bewegt, so werden gleichzeitig die Spannungsänderungen neu berechnet. Dasselbe gilt für Temperaturänderungen.

         Für die Sekundarstufe II lassen sich diese Fragen durch die Konzentrationsabhängigkeiten der Potentiale, berechnet über die Nernst' sche Gleichung, erweitern. Den Berechnungen liegt die Nernst' sche Gleichung in ihrer allgemeinen Form zugrunde, so dass auch die Temperaturabhängigkeit der Potentiale verfolgt werden kann. Mit der Wasserstoffelektrode lässt sich die pH- Abhängigkeit der Normalelektrode untersuchen oder eine Brennstoffzelle aufbauen. Noch stärker abhängig vom pH ist das Oxidationspotential der Permanganat- Systeme. Baut man hierzu galvanische Elemente mit Halogen/Halogenid- Elektroden auf ,so lässt sich leicht erforschen, ab welchem pH Chlorid- Ionen z.B. nicht mehr von Permanganat zu Chlor, weiterhin jedoch Jodid- oder Bromid- Ionen, oxidiert werden können.

Abbildung 3:

Der Kern der Software ist eine Datenbank zu den galvanischen Elementen. In diese Datenbank lassen sich Daten zu zusätzlichen Elementen manuell eintragen.

Um dem Lehrer die Eingabe zu erleichtern ist ein mausbedienter Halbzelleneditor in die Software integriert. Elektroden und Farben der Elektrolytlösungen lassen sich beliebig einstellen.

         Da die Datenbank der
Elektrochemischen Zellen Pro vom Anwender beliebig erweiterbar ist, können viele weitere Ideen zum Unterrichts- Einsatz realisiert werden. Wichtig für den Lehrer als Anwender ist die Möglichkeit, alle Grafiken mit oder ohne Rechenergebnisse bzw. Reaktionsgleichungen entweder als Bitmap- Grafik zu speichern, mit Grafikprogrammen nachbearbeiten oder direkt über die Windows- Zwischenablage in Windows- Textverarbeitungen einbinden zu können. Auf diese Weise lassen sich schnell Experimentiervorlagen, Klausuren oder Arbeits- und Lösungsblätter mit eingebundenen Grafiken erstellen.


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